Kellersanierung – Schutz für Haus und Bewohner

Kellerräume sind längst nicht nur bloße Abstellräume und haben zudem ihr miefiges, dunkles Image verloren. Vielmehr wird der zusätzliche Wohnraum als Partyraum, Werkstatt, Hobbyraum oder ähnliches genutzt. Durch die heutigen Möglichkeiten der Innenraumgestaltung finden sich in machen Kellern ganze Wellnessoasen. Die Fenster sind nicht mehr auf ein Mindestmaß reduziert, sondern lassen dank großzügiger Kasematten viel Licht in die Räume.

Doch feuchte und nasse Keller sind als Wohnraum oder Abstellraum nicht nutzbar und gefährden darüber hinaus auch die Bausubstanz. Feuchtigkeit findet sich nicht ausschließlich in den Altbauten, vermehrt sind auch Neugebaute Häuser von nassen Kellerwänden betroffen. Oft merkt man die Feuchtigkeit in den Wänden durch einen stets muffigen Geruch, der sich auch durch regelmäßiges Lüften nie ganz vertreiben lässt. In anderen Fällen blättert der Putz ab oder es bilden sich sogar Salzausblühungen und im schlimmsten Fall Schimmelpilze.

Schimmelpilze können ein hohes gesundheitliches Risiko darstellen. Besonders wenn sie sich unentdeckt hinter Wandvertäfelungen oder Mobiliar ausbreiten können. Die Sporen der Pilze in der Luft können nicht nur akute Krankheiten auslösen, sondern auch für Asthmaanfälle oder Allergien verantwortlich sein. Spätestens jetzt ist eine Kellersanierung unumgänglich.

Welche Möglichkeiten der Kellersanierung gibt es?

Um den Keller wieder trocken zu legen und nutzbar zu machen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, eine Sanierung von Innen oder eine Sanierung von außen. Kommt man von außen an die Kellerwände heran, kann man rund ums Haus aufgraben und eine Dickbeschichtung mir mineralischer Abdichtung anbringen oder mit selbstklebenden Dichtungsbahnen rissübergreifend abdichten.

Hat man diese Möglichkeit nicht, bleibt nur die Abdichtung von Innen. Durch moderne Systeme kann sogar fließendes Wasser dauerhaft gestoppt werden.

Kellersanierung immer mit einem Profi

Bevor es mit der Sanierung losgehen kann, ist es unbedingt ratsam einen Experten zu Rate zu ziehen und sich mit ihm einen Überblick über die exakten Probleme des Gebäudes und die schon entstandenen Schäden zu verschaffen. Ganz besonders wichtig ist das bei einem Schimmelbefall. Denn nur wenn die genaue Ursache der Feuchtigkeit in den Kellerwänden festgestellt wird, kann eine dauerhafte Trockenlegung gelingen.

Eine Kellerwand muss einiges aushalten

Unsere Kellerwände sind 365 Tage im Jahr ihr Leben lang extremen Bedingungen ausgesetzt. Sie müssen nicht nur dem Druck des Erdreiches standhalten sondern darüber hinaus auch auf die verschiedenen Witterungsverhältnisse im Kalenderjahr reagieren. Das können sie nur mit einem funktionierenden Schutz um die Gebäudehülle schaffen. Wenn die Kellerabdichtung auf der Außenseite der Kellerwand beschädigt ist kann Feuchtigkeit in die Wand eindringen.

Ursachen für eine feuchte Kellerwand

  • Spritzwasserschäden und Schlagregenschäden können in den unteren 30 cm der Außenmauer auftreten. Anzeichen dafür ist Moosbildung beziehungsweise Vergrünung.
  • Installationsschäden zum Beispiel durch einen Wasserrohrbruch
  • Baufeuchtigkeit beim Umbau oder Neubau durch zu schnellen Bezug
  • Schäden im Mauerwerk und kapillar aufsteigende Feuchte bemerkt man durch einen miefigen, modrigen Geruch. Die Horizontalsperre könnte beschädigt sein. Bei älteren Häusern aus den 70er Jahren kann es sogar vorkommen, dass keine Horizontalsperre vorhanden ist.

Kellersanierung von innen

Um die Horizontalsperre von innen zu erneuern gibt es verschiedene Verfahren:

  • Das Injektionsverfahren funktioniert über Bohrungen in Wänden und Boden. Durch die Löcher wird eine Chemikalie eingebracht, die bis in die Poren des Gesteins einbringt. Die Kapillaren des Mauerwerks schließen sich und Feuchtigkeit kann nicht mehr aufsteigen.
  • Beim Mauersägeverfahren wird die Mauer horizontal durchsägt und dann ein Blech oder Kunstoff eingesetzt. Das eingesetzte Material wird dann mit Mörtel verspachtelt. Vorteil dieser Methode ist, dass keine Chemikalien eingesetzt werden, allerdings wird durch die Trennung der Mauer die Bausubstanz erschüttert und eine Rissbildung ist nicht ausgeschlossen.
  • Die Elektroosmose bewirkt durch eine permanent aufrecht zu erhaltende Spannung, dass Wasser nicht wieder aufsteigen kann, da das leitfähige Wasser sich immer zum Minuspol der Spannung bewegt.

Kellersanierung von außen

Ist die horizontale Abdichtung nicht die Ursache für die Kellerfeuchte, dann dringt die Nässe möglicherweise durch die Seitenwände in den Keller. Das sicherste Verfahren ist dann das Freigraben der Kellerwände und das Aufbringen einer neuen Isolierung. Da die Außenmauern wirklich rund um das Haus bis auf die Sohle herunter aufgegraben werden müssen, ist dieses Verfahren sehr aufwändig und dementsprechend kostspielig. Für die neue Isolierung werden dann Bitumen-Dickbeschichtungen eingesetzt.

Sofortmaßnahmen für den Notfall

  • Bei einem Rohrbruch oder durch Regenwasserschäden können Bautrockn in den meisten Baumärkten ausgeliehen werden, damit bekommt man zunächst die gröbste Nässe aus den Wänden.
  • Gibt es im Keller eine Heizung, sollte diese unbedingt eingeschaltet werden. Trotzdem immer wieder regelmäßig lüften. Allerdings nur solange es draußen kälter ist als im Keller.
  • Bemerkt man einen Schimmelpilz sollte man sofort einen Schimmelpilz und Sporenvernichter verwenden

Kellersanierung gemeinsam mit dem Fachmann

Für alle Fragen rund um die Kellersanierung ist das Team von Plath Ihr kompetenter Ansprechpartner. Wir beurteilen die Situation vor Ort und erstellen gemeinsam mit Ihnen einen Maßnahmenplan, damit Ihr Haus wieder rund um geschützt ist und sich alle Bewohner wohl fühlen können.