Was ist Straßenbelag?

Als Fahrbahndecke bezeichnet man den obersten Teil des Straßenoberbaus. Früher war der Begriff Decklage üblich. Direkt unter der Deckschicht befindet sich mindestens eine Tragschicht. Die Kombination aus diesen beiden Bestandteilen nennt man Tragdeckschicht. Die Qualitätsansprüche, die im Straßenbau an Deckschichten gestellt werden, sind äußerst hoch. Die konkrete Zusammensetzung und Dicke richtet sich nach der Beanspruchung durch die Verkehrsbelastung. Entgegen der allgemeingültigen Meinung darf Teer als Straßenbelag nicht mehr verwendet werden. Diese Regelung gilt in Westdeutschland schon seit 1984 und in Ostdeutschland seit 1990. Deshalb wurde der früher verwendete Teer im öffentlichen Straßen- und Wegebau vollständig durch Alternativen ersetzt. Heute gibt es verschiedene Straßenbelag-Arten und Einsatzbereiche.

Welche Arten von Straßenbelag sind heute üblich?

Zu den Straßenbelägen, die heute am weitesten verbreitet sind, gehören Kopfsteinpflaster, Split und Asphalt. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften und Zusammensetzung kommen sie für unterschiedliche Einsatzbereiche in Frage. Ob ein Straßenbelag geeignet ist oder nicht, richtet sich in erster Linie nach der Verkehrsbelastung. Aber auch die Geräuschentwicklung durch die Fahrzeuge, die den Straßenbelag überqueren, sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden.

Split

Bei Split handelt es sich um eine wassergebundene Decke, die als Fahrbahnbelag für befestigte Wege und Straßen zum Einsatz kommt. Das gebrochene Natursteinmaterial ist dadurch gekennzeichnet, dass es nicht von hydraulischen oder von Bindemitteln aus Bitumen zusammengehalten wird. Der obere Belag besteht aus einer ungefähr vier Zentimeter starken Schicht, welche auf einer etwa sechs Zentimeter dicken und dynamischen Schicht aufliegt, die zur Schub- und Druckübertragung dient. Darunter befinden sich eine Frostschutzschicht sowie der Unterbau, der für die Tragfähigkeit zuständig ist. Split sollte nur für Verkehrswege eingesetzt werden, die einer geringen Verkehrsbelastung ausgesetzt sind.

Asphalt

Als Asphalt wird eine meist technisch hergestellte Mischung bezeichnet, die aus Gesteinskörnern und dem Bindemittel Bitumen erzeugt wird. Asphaltbefestigungen werden in mehrere Schichten unterteilt: Asphalttrag-, Asphaltbinder- und Asphaltdeckschichten. Im Straßenbau gehört Asphalt aufgrund seiner Eigenschaften zu den beliebtesten Straßenbelägen. Um den verschiedenen Ansprüchen gerecht zu werden, gibt es mehrere spezielle Asphaltmischungen. Man unterscheidet Guss- und Walzasphalt. Walzasphalt lässt sich in die Untergruppen Asphaltbeton, Asphaltmix und Splittmastixasphalt unterteilen.

Neben diesen Standard-Straßenbelägen sind für besondere Einsatzbereiche Spezialbeläge möglich.

Straßenbeläge mit speziellen Funktionen

Schadstoffbindender Straßenbelag

Ein schadstoffbindender Straßenbelag enthält den Inhaltsstoff Titandioxid (TiO2), der durch eine chemische Reaktion in der Lage ist, Stickoxide zu binden. Durch die Autoabgase ist die Stickstoffbelastung am Boden normalerweise sehr hoch. Der schadstoffbindende Straßenbelag kann diese Stickoxidbelastung um bis zu 30 Prozent reduzieren und somit dafür sorgen, dass die Luft sauberer wird. 

Flüsterbelag – geräuschreduzierender Straßenbelag

Flüsterbelag wird auch als lärmoptimierter Asphalt bezeichnet. Der offenporige Asphalt wurde um 1980 entwickelt und soll die Lärmbelästigung minimieren, weil der hohe Anteil der Hohlräume den Schall absorbiert, der durch die Fahrgeräusche der Autos entsteht. Insbesondere bei Autobahnen werden durch den Flüsterbelag Lärmreduzierungen von bis zu 10 Dezibel erreicht, wodurch sich der Lärm für den Menschen halbieren kann.

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