Artikelinhalt Beton und Betonsteinpflaster in der Gartengestaltung

Beton und Betonsteinpflaster in der Gartengestaltung

Was ist Beton und woraus besteht Beton?

Grundsätzlich ist Beton ein Gemisch aus einem Bindemittel mit einer Gesteinskörnung in unterschiedlichen Stärken. Für den synthetisch hergestellten Betonstein wird meistens Zement als Bindemittel verwendet. Die Gesteinskörnung, die auch Zuschlag genannt wird, besteht aus Sand und Kies. Dazu kommen Betonzusatzstoffe und Betonzusatzmittel. Diese Zusätze können gezielt bestimme Eigenschaften des Betons beeinflussen.

Damit das Bindemittel chemisch reagieren kann, wird dem Gemisch Wasser zugesetzt. Dieses Wasser wird Zugabewasser oder Anmachwasser genannt. Im Laufe des chemischen Prozesses wird das Wasser fast vollständig gebunden, das Bindemittel erhärtet und ein festes disperses Baustoffgemisch entsteht.

Wie trocknet / erhärtet Beton?

Beton soll grundsätzlich nicht „trocknen“ im herkömmlichen Sinne. Damit Beton korrekt aushärtet, später voll belastbar und strapazierfähig ist, braucht man Wasser. Nur mit Wasser kann der Beton abbinden, seine Festigkeit entwickeln.

Dabei handelt es sich um eine exotherme Reaktion. Während dieser kristallisieren die Klinkerbestanteile des Zements durch die Wasseraufnahme. Kristallnadeln bilden sich, die sich ineinander verhaken. Dieses Kristallwachstum passiert über Monate hinweg. Eine endgültige Festigkeit des Materials wird dementsprechend lange nach dem Betonguss erreicht.

Aufgrund der DIN 1164 (Festigkeitsklasse von Zement) geht man von einer Normfestigkeit nach 28 Tagen aus. Vorausgesetzt es herrschen normale Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen.

Beton als Bestandteil eines Verbundwerkstoffs

Für viele Anwendung wird Beton nicht rein verarbeitet, sondern als Bestandteil eines Verbundwerkstoffs. Gemischt  mit Betonstahl oder Spannstahl, kann Stahlbeton und Spannbeton hergestellt werden. Verschiedene Arten von Faserbeton lassen sich durch die Zugabe von Stahl-, Kunststoff- und Glasfasern gewinnen.

Nachbehandlung – Schutz gegen Schwindrisse und andere Schäden

Damit der frische Beton vor dem Austrocknen geschützt wird, muss die Betonoberfläche nach behandelt werden. So stellt man eine geschlossene und dichte Betonoberfläche sicher, die auch witterungsbeständig und strapazierfähig ist.

Zunächst muss im oberflächennahen Beton genügend Wasser für die Hydration des Zements sein. Das Wasser soll durch wetterbedingte Einflüsse, wie Sonneneinstrahlung, Wind oder Frost nicht verdunsten. Kann der Zement nicht genügend Wasser aufnehmen, wird die chemische Reaktion zur Erhärtung des Betons unterbrochen, es kommt zu Schwindrissen. Der Beton hat dann kurz nach Ausbringung bereits einen Schaden.

Wie lange der Beton behandelt werden muss, hängt von den Betoneigenschaften, den Umweltbedingungen, klimatischen Rahmenbedingungen und von der Expositionsklasse das Betons ab. Von einem Tag, bis zu einer Woche und darüber hinaus sind alle Zeitrahmen möglich.

Nachbehandlungsmethoden für Beton im Sommer

Die größte Gefahr im Sommer, ist das Verdunsten des Wassers im Beton, durch Hitze und Sonneneinstrahlung. Der Beton muss entweder immer wider gewässert werden, oder das Oberflächenwasser muss vor dem Verdunsten geschützt werden.

Wenn es möglich ist, den gegossenen Beton in der Schalung zu lassen, ist das ein gutes Mittel gegen die Austrocknung. Auch Abdichten mit Kunststofffolien, dauerhaftes Besprühen oder Fluten mit Wasser funktioniert. Es gibt auch spezielle Nachbehandlungsmittel, die einen Schutzfilm bilden, der Dehydrierung verhindert.

Nachbehandlungsmethoden für Beton im Winter

Im Winter besteht die Gefahr, dass das Wasser im Beton gefriert und es zu Frostsprengungen kommt. Dadurch wird der Beton stark beschädigt und kann völlig unbrauchbar werden. Um das zu vermeiden, muss der Beton im Winter drei Tage lang mindestens zehn Grad Plus haben. Erst nach drei Tagen unter diesen klimatischen Bedingungen braucht man ein Gefrieren des Wassers nicht mehr zu fürchten.

Um auch bei niedrigerer Außentemperatur Beton gießen zu können, wird der Beton mit einer Thermofolie zur Wärmedämmung abgedeckt. Ein beheiztes Bauzelt als Abdeckung ist eine mögliche Alternative. Bei dieser Variante muss wieder auf Verdunstung geachtet werden.

Betonsteinpflaster – die Alternative zu Naturstein

Alternativ zum Pflaster aus Naturstein wird heute oft Betonsteinpflaster verlegt. Diese Pflasterart ist preiswerter und exakter in ihrer Formgebung. Seit ihrer Anwendung im 20. Jahrhundert haben sich verschiedenartige Form- und Farbkombinationen sowie Verbundarten entwickelt. Durch ihre regelmäßige Form ist eine großflächige Verlegung mit maschineller Unterstützung möglich. Die Steine besitzen etwa eine Druckfestigkeit von 55 N/mm² (Platten eine charakteristische Biegezugfestigkeit von 5 N/mm²) und werden in eine Bettung von 30 bis 60 mm gelegt. Folgende Betonpflasterarten werden unterschieden:

Betonsteinpflaster – Herstellung

Pflastersteine aus Beton werden industriell mit einem Gemisch aus Zement, Gesteinskörnung und Wasser hergestellt. Um die Betonpflastersteine vor Witterungseinflüssen wie Frost und vor Tausalzschäden zu schützen, werden außerdem verschiedene Zusätze benötigt. Der Frischbeton dieses Gemisches kann in jede beliebige Form eingebracht werden.

Die fertigen Betonsteine bestehen später aus zwei Betonarten. Der Kernbeton an der Steinunterseite wird mit einer Deckschicht aus Vorsatzbeton aufgefüllt. Um die Oberfläche der Betonsteine individuell zu gestalten kann der Vorsatzbeton eingefärbt oder mit gebrochenem Naturstein versetzt werden.

Betonsteinpflaster werden Fase oder ohne Fase hergestellt. Die Fase ist eine abgeschrägte Fläche an der Werkstückkante, im Falle der Betonsteine sind es die Seitenkanten. Betonpflastersteine ohne Fase werden gerne auf Radwegen und wegen, die mit Rollstühlen oder Einkaufswagen befahren werden verlegt.

Ohne die Fase gibt es einen geringeren Rollwiderstand. Der Weg ist weniger „hubbelig“ und der Fahrkomfort wird erhöht. Außerdem wird das Reifen-Fahrbahn-Geräusch deutlich verringert.

Verschiedene Betonstein Arten:

Betonsteine:

die gewöhnlichen Steine werden in rechteckiger oder quadratischer Form hergestellt. Es gibt sie mit Fase oder ohne Fase. Um Einbau und verlegen zu erleichtern, sind an den Seiten Abstandshelfer.

Betonplatte:

Definiert als Platte, ist eine Betonplatte vier mal so lang wie dick. Die Bruchempfindlichkeit von Betonplatten ist erheblich höher als die von Betonsteinen. Außer quadratischen Platten gibt es für Verlegetechniken im Diagonalverband auch Betonplatten in Bischofsmützen- oder Eckform.

Betonverbundstein:

Betonverbundsteinpflaster gibt es in sehr vielen verschiedenen Formen und Abmessungen. Betonverbundsteine sind bestens geeignet für Flächen, die sehr tragfähig sein müssen, und beansprucht werden.

Betonzierstein:

Für besondere Formen und Farben, benutzt man Betonziersteine. Auch verschiedene Oberflächenbeschaffenheiten sind möglich. Durch Weißzement und Pigmente lässt sich die Steinfarbe verändern. Eine andere Oberflächenbeschaffenheit erreicht man durch Bearbeitungsverfahren wie Waschen, Schleifen, Stocken oder Kugelstrahlen.

Betonziersteine mit einer antiken Optik liegen derzeit im Trend. Diesen Effekt erreicht man durch das „kollern“ der Steine. Dadurch werden die Kanten unregelmäßig gebrochen.

Auch Pflastersteine, die durch ihre Oberflächenbeschaffenheit Sehbehinderten oder Blinden zur Orientierung dienen, zählen zu den Betonziersteinen. So sind etwa auf ihrer Oberfläche Rillen oder Noppen ausgebildet, die mit dem Blindenstock oder den Schuhsohlen fühlbar sind.

Betonrasenstein

Um eine gepflasterte ebene Fläche zu schaffen, die trotzdem Wasserdurchlässig bleibt, verarbeitet man Betonrasensteine. Sie sind auch als Rasenkammern oder Rasengittersteine bekannt. Es gibt viele verschiedene Steinformate und Verlegemuster.

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Unser Team der Firma Plath steht Ihnen gerne von der Planung bis zur Umsetzung zur Seite. Gemeinsam suchen wir nach der besten Lösung, um Ihr Projekt umzusetzen.

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