Tragschichten des Oberbaus im Wege- und Straßenbau

Eine Straße ist wahrster Sinn des Wortes vielschichtig und im Alltag sehen wir nur die Oberfläche, die sogenannte Deckschicht, darunter liegen weitere Schichten, jede mit ihren eigenen spezifischen Aufgaben. Dabei regeln zum einen die Tiefbauämter vor Ort und die Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 12) die Stärke und Reihenfolge vor.

Oberbautragschichten im Straßenkörper

Den gesamten Aufbau der Straße bezeichnet man als Straßenkörper, der sich in Oberbau, Unterbau und Untergrund gliedert. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf den Oberbau, der alle baulich nötigen Tragschichten enthält, die unerlässlich sind und die Tragfähigkeit der Verkehrsfläche zu gewährleisten und sicher zu stellen. Im Durschnitt erreicht der Oberbau eine Gesamtstärke von ca. 40 cm - 90 cm, je nach geplanter Nutzungsart. Wege die nicht für den Fahrzeugverkehr sondern nur für Nutzung durch Fußgänger und Radfahrer gedacht ist, können sogar nur Tragschichten ab 20 cm bis maximal 40 cm Gesamtdicke haben. Für den Aufbau einer belastbaren und langlebigen Tragschicht spielt die sorgfältige Vorbereitung vom Untergrund eine große Rolle, die Tragfähigkeit, Standfestigkeit und absolut ebene Aufbau sind unerlässlich.

Die schon erwähnte Deckschicht macht den Anfang, sie kann aus verschiedenen Materialien angelegt werden wie zum Beispiel: Asphalt, Beton, Pflaster oder Platten und ungebundene bzw. wassergebundene Deckschichten

Die Tragschichten zwischen Deckschicht und Planum werden in Abfolge und Stärke je nach geplanter Straßenfunktion gemäß den Vorgaben und Richtlinien aufgebaut. Bei einer BK 0,3 ( Belastungsklasse ) gliedert sie sich zum Beispiel wie folgt: Asphaltdeckschicht 4 cm, Asphalttragschicht 8 cm, Schottertragschicht 15 cm, Frostschutzschicht 27 cm.

Als unterste Schicht schließt das Planum die Tragschichten ab, als Grenzfläche zwischen Ober- und Unterbau. Für die Sicherstellung der Entwässerung wird es bei Verkehrswegen mit Quergefälle angelegt. Je nach Gelände kann eine zusätzliche seitliche Entwässerung nötig sein. Die Klassifizierung in gebundene und ungebundene Tragschichten beschreiben wir in den nächsten Beiträgen.

Zum Straßenbau gehört auch immer fachmännischer Kanalbau und damit verbunden, Schacht- und Schachtdeckelsanierung, auch hier bieten wir Ihnen qualifizierte Leistungen auf dem neuesten Stand, Plath Bau ist zertifizierter Einbaupartner von Budaplan®.

Gebundene Tragschichten

Die gebundenen Schichten sind Bodenverfestigungen, bitumengebundene Schichten, Fahrbahndecken und Schichten mit hydraulischen Bindemitteln. Bodenverfestigungen erhöhen dauerhaft den Widerstand gegen klimatische und mechanische Beanspruchungen. Der Boden wird unter anderem frostbeständig, indem in die Schicht als Bindemittel Zement oder hochhydraulischer Kalk eingemischt werden. Bitumengebundene Schichten sind Asphalttragschichten, die aus Sand, Splitt, Kies und den Bitumensorten 70/100, 50/70 oder (seltener) 30/45 bestehen. Asphaltgranulat aus alten Straßen kommt ebenfalls mit zum Einsatz. Die Schichten mit hydraulischen Bindemitteln können Betontragschichten oder hydraulisch gebundenen Schichten sein.

Letztere bestehen aus Splitt, Sand oder Kies als abgestuftem Korngerüst und Bindemitteln. Kerben in Quer- und Längsrichtung können als "Sollbruchstelle" dienen, um eine unkontrollierte Rissbildung zu vermeiden. Falls es sich um Betontragschichten handelt, erfolgt die Herstellung nach DIN 1045, hier dienen Fugen und Scheinfugen der Vermeidung einer unkontrollierten Rissbildung. Fahrbahndecken als oberste Schicht eines Straßenkörpers sind gebundene Schichten, die man nach Asphalt-, Beton- oder Pflasterdecken unterscheidet.

Ungebundene Tragschichten

Die ungebundenen Schichten sind die Frostschutzschicht, die Kies- und Schotterschicht sowie die Bodenverbesserung.

Frostschutzschicht: Da Frostschäden für Straßen sehr riskant sind, bedarf es einer Schicht zum Schutz davor. Die Frostschutzschicht wird als erste, unterste Tragschicht eingebaut, sie leitet eindringendes Wasser ab und muss daher besonders wasserdurchlässig sein. Hier kommen Kiese, Schotter, Sande, Splitte, Recyclingbaustoffe und entsprechende Gemische zum Einsatz.

Kies- und Schottertragschicht: Diese unterscheidet sich nur geringfügig von der Frostschutzschicht, sie verfügt aber über Sieblinienbänder mit relativ einheitlichem Korn. Bodenverbesserung: Feuchte, feinkörnige und instabile Böden brauchen eine Bodenverbesserung, die durch einen höheren Anteil an Grobkorn (mechanische Bodenverbesserung) beziehungsweise auf chemische Weise durch Feinkalk (CaO), Kalkhydrat (Ca[OH]2) oder hydraulische Bindemittel jeweils in geringen Mengen bewirkt wird.

Als gültige Norm dient die ZTV SoB-StB 04.

Die Firma Plath ist seit vielen Jahren Ihr verlässlicher Partner beim Straßen- und Tiefbau. Der zentrale Standort in Schleswig-Holstein bei Bad Segeberg ermöglicht es uns, im Umfeld bis nach Kiel, Neustadt, Hamburg, Neumünster, Ratzeburg, Lüneburg oder Lübeck tätig zu werden.  Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne in einem unverbindlichen Beratungsgespräch zur Seite!

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